Schon wieder eine neue Dimension (?)
Kopfhörer auf, MP3-Player an. Viel Musik in kleinem Gerät. Karl-Heinz Brandenburg, Miterfinder der MP3-Technologie, hat’s möglich gemacht.
Platz nehmen im Kinosessel, Popcorn zur Hand. Viel Klang in jedem Saal. Doch wie muss es sich anhören, damit aus gewöhnlichem Kino-Klang “dreidimensionaler Raum-Klang” wird? Karl-Heinz Brandenburg versucht auch hier, technische Antworten zu liefern.
In der Stadt-der-Wissenschaft-Veranstaltung “Die Zukunft des Kinos - Sehen und Hören in 3D” will Brandenburg, Direktor des Ilmenauer Fraunhofer Instituts für digitale Medientechnologie (IdMT), über neue Bild- und Klangwelten sprechen, welche in Zukunft das kollektive Filmerlebnis intensiver erscheinen lassen sollen. Gespannt darf man dabei sein, ob er neueste Erkenntnisse zum IOSONO-Projekt präsentiert.

Die hier zum Einsatz kommende Klangtechnologie ist seit den 80er Jahren bekannt und wird unter Federführung des IdMT seit den 1999 als europäisches Gemeinschaftsprojekt konkret weiter entwickelt. Die mittlerweile marktreifen Ergebnisse können vom interessierten Kinobesucher seit 2003 in den Lindenlichtspielen in Ilmenau erlebt werden, unter anderem in einem Planetarium in Quatar und einem Erlebniskino in München. Zudem wird die IOSONO-Technik in mehreren Universitäten zu Forschungszwecken eingesetzt und soll nun auch Hollywood erreichen, Gespräche mit Filmfirmen in den USA sind im Gange, erste Zusammenarbeiten bahnen sich bereits an, doch darüber wollte, nein, durfte die IdMT-Sprecherin Romy Schnelle auf Nachfrage von mikrofilm.tv weiter nichts sagen: In den letzten Jahren sei es vor allem darum gegangen, die Technik weiter an die Kundenwünsche anzupassen, die Software weiter zu entwickeln und deren Stabilität für den Regelbetrieb zu erhöhen.
„Hören in 3D“? – Herr Brandenburg, dann lassen Sie mal hören!

