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	<title>Kommentare zu: VIDEO &#124; Von Zeit zu Zeit die Zweite!</title>
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	<description>Berichte aus der Stadt der Wissenschaft</description>
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		<title>Von: Werner Große</title>
		<link>http://www.mikrofilm.tv/2007-06/von-zeit-zu-zeit-die-zweite/comment-page-1/#comment-376</link>
		<dc:creator>Werner Große</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2007 14:42:25 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mat</strong> verdient einen Kommentar, und zwar einen freundlichen und herzlichen!<br />
Vorweg: Das Zeitkippen besch&#228;ftigt mich, aber ich bewerte es (noch) nicht sehr. </p>
<p>Mat tut dies, was normal ist. Er beginnt sein Urteil mit<br />
<blockquote>naja</p></blockquote>
<p>, was sprachlich in der Regel als emotionaler &#220;bergang von einer festgestellten Sache zu einer pers&#246;nlichen Gef&#252;hls&#228;u&#223;erung dient. Dazu passt schlecht die dann folgende Passivform<br />
<blockquote>ist &#8230; Wert</p></blockquote>
<p> anzumessen, die sich nicht auf ein<br />
<blockquote>ich bewerte</p></blockquote>
<p> beschr&#228;nkt, sondern im Sinne von <em>man muss bewerten </em>ein zwingenden Urteils ausdr&#252;ckt.<br />
Seine Aussage<br />
<blockquote>eher &#228;sthetischer als wissenschaftlicher Wert</p></blockquote>
<p>  bzw.<br />
<blockquote>hat kunstwissenschaftlichen, aber keinen naturwissenschaftlichen Wert</p></blockquote>
<p> ist nur auf den ersten Blick kr&#228;ftig. Bei genauerem Hinsehen bleibt sie unbestimmt, wegen der darin enthaltenen Floskeln vielleicht sogar schwammig.<br />
Darauf habe ich in dem Interview hingewiesen, als ich den Satz zur Demonstration umdrehte. In der Aussage schwache oder gar bedeutungslose S&#228;tze sind n&#228;mlich per se ziemlich richtig, weil ihr Gegenteil auch nicht sehr falsch ist. Die Differenz zwischen einem Satz und seiner Verneinung ist um so kleiner, je weniger er aussagt. (Man wende die Satzaussage einmal auf den <em>Mond</em>, <em>Heidi Klumm</em> oder den <em>Sender Arte</em> an, um zu sehen, dass beide Richtungen funktionieren.) In unserem Fall des Zeitkippens ist <em>&#228;sthetisch/wissenschaftlich </em>bzw. <em>kunstwissenschaftlich/naturwissenschaftlich </em>bitte kein Gegensatz. </p>
<p>Lieber Mat, ich wollte Sie nicht angreifen und Sie mich auch nicht. Das Zeitkippen eignet sich nicht gut, um k&#252;nstliche Gr&#228;ben zwischen Kunst und Natur oder auch nur zwischen ihren jeweiligen Wissenschaften zu vertiefen.<br />
Ich denke, dass das Zeitkippen f&#252;r Betrachtungen manches hergibt, z. B. f&#252;r<br />
­	<strong>Information (in-form): </strong>Sie wird umsortiert, die Bits bleiben konstant,<br />
­	<strong>&#196;sthetik:</strong> Sie wohnt bereits der Originalszene inne, der Rest ist Algorithmus,<br />
­	<strong>Wahrnehmung:</strong> Unser Hang zur Gestaltwahrnehmung ist erstaunlich,<br />
­	<strong>Sprache:</strong><br />
<blockquote>Spulen sie bitte das Band nach vorne.</p></blockquote>
<p> Ans Ende oder zum Anfang?<br />
­	Raum/Zeit: Wie stelle ich mir einen Punkt in der Raum-Zeit vor?,<br />
­	etc.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mat</title>
		<link>http://www.mikrofilm.tv/2007-06/von-zeit-zu-zeit-die-zweite/comment-page-1/#comment-370</link>
		<dc:creator>Mat</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2007 13:39:51 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das war ja mal ein Fettnapf. Ich habe meinen obigen Beitrag begonnen zu schreiben, nachdem ich nur den Beginn des Films gesehen habe.</p>
<p>Der Beitrag widerspricht ja dem Film gar nicht.</p>
<p>Nur auf eines muss ich als Verfechter der Sprachlichen Pr&#228;zision bestehen: Das Vertauschen der Worte meiner Aussage w&#252;rde diese auch weiterhin ung&#252;ltig machen, da das dann Ausgesagte nicht mehr meiner Meinung entspricht &#8211; was ich im obigen Post etwas unn&#246;tig ausf&#252;hrlich unterstrichen habe.</p>
<p>Diese Stelle hatte mich etwas entt&#228;uscht, da es klingt, als h&#228;tte ich den ersten Post lediglich geschrieben, um Herrn Gro&#223;e anzugreifen oder seine Arbeit herabzuw&#252;rdigen, was NICHT der Fall war.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mat</title>
		<link>http://www.mikrofilm.tv/2007-06/von-zeit-zu-zeit-die-zweite/comment-page-1/#comment-369</link>
		<dc:creator>Mat</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2007 13:22:48 +0000</pubDate>
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		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nee, nee &#8211; so einfach kann man meinen vorherigen Beitrag nicht abtun.</p>
<p>Zun&#228;chst: Wenn man die Worte &#8220;&#228;sthetisch&#8221; und &#8220;wissenschaftlich&#8221; vertauscht, ergibt sich eine exakt gegens&#228;tzliche neue Aussage. M&#246;glicherweise war meine Wortwahl jedoch nicht pr&#228;zise genug, doch dazu komme ich weiter unten.</p>
<p>Nun zu meiner Argumentation:<br />
Ich denke, dass sich der &#8220;wissenschaftliche Wert&#8221;, wie ich es unsr&#228;zise genannt habe, in Grenzen h&#228;lt, da ich keine neuen Erkenntnisse &#252;ber das menschliche Konstrukt &#8220;Zeit&#8221; sehe.</p>
<p>Mit viel &#220;bung sind die Resultate des Zeitkipp-Vorgangs vorhersehbar. Es verlangt einiges an Vorstellungskraft, aber es ist machbar. Jeder Mensch k&#246;nnte sich z.B. zuhause eine Bilderserie &#252;bereinanderlegen und nach einem Schnitt durch den Stapel die Schnittkante betrachten (M&#246;glicherweise m&#252;ssen die Bilder minimal versetzt werden).<br />
Das ganze auf digitalem Wege mit Rechnerkraft zu bew&#228;ltigen, beschleunigt lediglich den Vorgang erheblich. Das Resultat hat meiner Meinung nach einen (<strong>Achtung: hier die pr&#228;zisere Wortwahl</strong>) <em>Kunstwissenschaftlichen</em>, aber keinen <em>Naturwissenschaftlichen</em> Wert.</p>
]]></content:encoded>
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