Perfektionisten im Schuppenkleid
Neben Modellen, Skeletten, präparierten Schlangen und Filmen von Schlangen, die Ferkel erwürgen, waren für mich die lebendigen Exponate der Austellung “Perfektionisten im Schuppenkleid” im
Naturhistorischen Museum die Hauptattraktion. Auf den ersten Blick sah ich oft gar nicht, dass die Schlangen lebten, denn meist lagen sie unbeteiligt und zusammengeknäult in ihrem Terrarium. Aber der Schein trügt, sie können mit erstaunlichen Fähigkeiten überraschen! Die Eierschlange kann beispielsweise ein ganzes Hühnerei schlucken, sticht es dann mit einem speziellen „Zahn“ an ihrem Rückgrat an und würgt die unverdauliche Schale aus. Ich hatte schon öfter Fotos einer solchen Eierschlange gesehen, aber wie klein diese Schlange in Wirklichkeit ist, hat mich sehr erstaunt!
Während meines Besuchs der Ausstellung, die zum Gemeinschaftsprojekt „Schlangen und Drachen“ gehört, begleitete mich Professor Ulrich Joger, der Museumsdirektor, und erklärte mir alle Exponate. In einem abgedunkelten Raum sah ich nachtaktive Schlangen
und Schlangen in Winterstarre. Leider ist die Klapperschlange, die sich dort befindet, schon so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie nicht klappert, wenn sie Menschen sieht. Wie eine solche Rassel klingt, erfährt man aber trotzdem!
Ein weiterer Ausstellungsraum befasst sich mit der Fortpflanzung. Neu war für mich, dass es lebendgebärende Schlangen gibt! Während der Schwangerschaft frisst diese Schlange nicht mehr, da die Jungen einen Großteil des Platzes in ihrem Körper in Anspruch nehmen.
Die Giftschlangen haben es mir dann besonders angetan. Wie unscheinbar manch giftige Schlange aussehen kann, hat mich echt erschreckt! Oft erkennt man sie kaum in ihrem
Terrarium, wo sie sich hinter einem Ast verstecken und keck hervorlugten. Was mich besonders überraschte war, dass die weltweite Antiseren-Herstellung zurückgeht, da es sich um eine sehr teure Methode handelt und die Opfer der meisten Schlangenbisse meist in Entwicklungsländern leben.
Auch an kuriosen Exponaten fehlte es nicht. Eines brachte mich sogar etwas zum Schmunzeln: Ein Vogel versuchte eine Schlange zu Schlucken, diese knotete sich jedoch an seinem Schnabel fest. Der Vogel konnte sie nicht wieder auswürgen und schlucken konnte er sie auch nicht. So starben beide und sind in ihrer prekären Lage im Museum ausgestellt.
Aber gibt es denn wirklich auch Drachen? Das fragt sich die Wissenschaft nicht erst seit kurzem. Naturwissenschaftler versuchten schon oft, die mögliche Gestalt der sagenumworbenen Drachen von bekannten Tierarten abzuleiten. So erkannte ich beispielsweise in einigen ausgestellten Drachendarstellung Ähnlichkeiten mit
einem Waran, einem Chamäleon oder sogar mit einem Huhn! Drachen existieren natürlich nur in der Welt der Mythen und Sagen…was sie aber nicht minder interessant macht! Der zweite Teil der Ausstellung “Schlangen und Drachen” mit dem seperaten Titel “Schlangebiss und Drachenblut. Gut und Böse in Kunst und Kultur” im Herzog Anton Ulrich Museum handelt von eben dieser Bedeutung von Drachen und Schlangen in Kunst und Kultur, bietet also neben dem naturwissenschaftlichen Blick auch eine weitere interessante Perspektive. Dieser Aspekt soll natürlich nicht ausgelassen werden und wird in einem zweiten Bericht über die Ausstellung noch näher beleuchtet!
Nun kann ich schon mal sagen: Ein Besuch im Naturwissenschaftlichen Museum ist wirklich empfehlenswert! Auch wenn die dortige Ausstellung nicht sehr groß ist, sollte man eine Führung machen und genug Zeit mitbringen, sich die einzelnen Exponate noch einmal genau anzusehen. Die Faszination der lebendigen Schlangen stellte sich auch bei mir erst bei genauerer Betrachtung ein. Schlangen waren für mich bisher vor allem suspekt, aber durch meinem Besuch der Ausstellung glaube ich verstanden zu haben, was an diesen Tieren, die so perfekt an ihre Umwelt angepasst sind, so faszinierend sein kann. Ich möchte zwar immer noch keine Boa in meinem Bett finden, aber jetzt habe ich eine wesentlich realistischere Einstellung zu Schlangen!


ZOE
Was ist das für ein Vogel der die Schlange im Maul hält?
juLy
ii liiebe schlangen überaLLes..
awa was für eiine schlange iist dii grun weiss gelBE..?
Noel
Eine Bananenschlange sie ist in jungen Jahren gelb und wird mit dem alter Grün, sie ist allerdings nicht giftig und greift selten Menschen an deswegen halten sich auch viele Schlangenliebhaber diese schöne Schlange als Haustier.