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Braunschweiger Bakterien weltweit beliebt

Viren und Bakterien – diese als Erreger von Krankheiten bekannten Organismen genießen in aller Regel einen schlechten Ruf in unserer Gesellschaft. Ganz anderes geht es da den Exemplaren der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ): Sie dienen der Krankheits-Bekämpfung. Die weltweit größte Zellkulturensammlung mit Sitz in Braunschweig versendet jährlich rund 30 000 Proben in die verschiedensten Teile der Erde, wo sie von Wissenschaftlern zu Forschungszwecken genutzt werden. Mithilfe der Erregerkulturen entwickeln Forscher beispielsweise neue Medikamente.

Das DSMZ hegt und pflegt ihre unterschiedlichen Mikroorganismen – von der Krebszelle bis zum Tiefseebakterium - ebenso penibel wie effizient. Für ihre Arbeitsorgansiation erhielt die Sammlung im Jahr 2004 das Gütesiegel für standardisiertes Qualitätsmanagement, entsprechend der Vorgaben der Internationalen Standard Organisation (ISO-Normen). Wer glaubt, dass schon alle auf der Welt existenten Bakterien entdeckt wurden, den belehren die Forscher des DSMZ eines Besseren. Kontinuierlich finden, klassifizieren und analysieren sie „neue“ Arten; im Oktober 2007 beispielsweise sieben neue Bakterien der Gattung Flavobacterium und Pedobacter, die im Westerhöfer Bach im Harz steckten. Und die Suche geht weiter…

Momentan arbeiten die Wissenschaftler der DSMZ daran, neben den Mikroben selbst auch die DNA, also den genetischen Code der Organismen zu entschlüsseln. In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Joint Genome Institute soll langfristig eine Art Enzyklopädie aller wichtigen Genome entstehen und der internationalen Forschung dienen.

Ein Kommentar

  1. Robert Schulz

    Am 22. Januar, glaub ich, hält einer der Wissenschaftler des DSMZ einen Vortrag über Bakterien und Genetik im Haus der Wissenschaft.

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