Der Verspätung auf der Spur

Wo bleibt denn der Bus schon wieder? – Dieser sonst nahezu unklärbaren Frage soll man in der Stadt Wolfsburg bald eigenständig auf die Schliche kommen können. Mit Hilfe eines neuen Busplans für mobile Endgeräte lässt sich künftig die aktuelle Position von fast jedem Bus im Liniennetz der Wolfsburger Verkehrs-GmbH auf einer digitalen Karte verfolgen.
Bei dem außergewöhnlichen Busplan, der im Übrigen auch die aktualisierten Ankunftszeiten für jede Haltestelle anzeigt, handelt es sich um eine von drei Beispielanwendungen des „Wireless Wolfsburg“-Projekts. Neben der Volkswagen AG und der Wolfsburg AG arbeiten gut ein Dutzend anderer Firmen an einem nahezu flächendeckenden WLAN für die Stadt, welches in absehbarer Zeit für die Bürger und Besucher der Stadt zur Verfügung stehen soll.
Die Ermittlung der aktuellen Bus-Position erfolgt durch eine Kombination von Daten aus dem satelitengestützten „Global Positioning System“ (GPS) und aus dem Funknetz der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG). Die Umsetzung zu einer im Internet sichtbaren Anzeige der Busse geschieht in enger Zusammenarbeit mehrerer Firmen. Koordination und Datenübergabe liegt bei der Firma CSTx und für die optische Anzeige mittels einer Google Map für mobile Geräte, etwa dem iPhone, zeichnet die in doppelter Hinsicht junge Firma Komola verantwortlich. Bei der letzteren, erst kürzlich gegründeten GmbH liegt das Durchschnittsalter der Mitarbeiter übrigens bei rund 18 Jahren.
„Die (betreffende Google-Map-)Seite holt sich die jeweiligen Informationen aus einer Datenbank mit den aktuellen Positionsdaten.“, so Thomas Schaaf, 17 Jahre und einer der beiden Gründer der im letzten Jahr angemeldeten Firma. „Aus diesen Daten wird dann ermittelt, wo sich der Bus gerade befindet. Zudem können die (wahrscheinlichen) Ankunftsdaten an der Haltestelle berechnet werden“, ergänzt Sebastian Hoitz, 18 Jahre. Die Technik sei zwar noch etwas unzuverlässig, werde aber ständig verbessert, versichern die Teilzeit-Unternehmer, die beide ein Braunschweiger Gymnasium besuchen.
Bild: Florian Kleinschmidt (mit freundlicher Genehmigung von Komola)

