TU-Studenten entwickeln Anti-Krebs-Wirkstoff
Aktive Forschungsarbeit bereits im Studium – das betrachtet die Technische Universität Braunschweig als einen zentralen Bestandteil ihrer Ausbildung. Ein studentisches Projekt des Instituts für Pharmazeutische Chemie hat nun die Chance, dass die während eines Wahlpflichtpraktikums erhaltenen Ergebnisse zukünftig im Kampf gegen den Krebs zum Einsatz kommen. Unter Leitung von Professor Dr. Conrad Kunick entwickelten neun angehende Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Sommersemester 2007 eine neue chemische Substanz. Diese nahm das renommierte US-amerikanische Krebsforschungszentrum National Cancer Institute (NCI) im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Technischen Universität jetzt in die präklinische Phase seiner Wirkstoffforschung auf.
„Dies ist ein großer Erfolg“, freut sich Kunick. Die ersten Tests am NCI hätten eine deutliche Hemmung des Wachstums bei bestimmten Krebszellen ergeben. Trotz der berechtigten Euphorie mahnt Professor Kunick, die Realität nicht aus den Augen zu verlieren: „Auf dem langen Weg von einem Wirkstoff zu einem Arzneimittel hat die Substanz bisher nur den ersten Millimeter zurückgelegt.“
So müsse sich der von den Studierenden synthetisierte Stoff in der nächsten Phase in Tierversuchen beweisen. Die Entwicklung eines neuen Medikaments dauere in der Regel mehrere Jahre - und danach gälte es zudem, die Zulassung für den Markt zu erhalten. Dennoch gibt sich Professor Kunick optimistisch: „Wir haben eine zwar nur kleine, aber trotzdem relle Chance, dass unser Wirkstoff einmal Patienten hilft“.


