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Pendel kann Herzkranke hoffen lassen

Prototyp des MessinstrumentsBraunschweiger Forscher der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt (PTB) haben ein neues Messinstrument für Nano- und Mikrokräfte entwickelt. Mit einem Pendel sind diese kleinsten Kräfte jetzt messbar.

Das Instrument misst die elastischen Eigenschaften von Herzmuskelzellen. Dies kann vor allem herzkranken Menschen helfen, deren Herzmuskeln weniger elastisch sind. So kann man nun einen genauen Wert der Elastizität der Muskeln ermitteln. Dadurch bietet sich eine neue Angriffsfläche für die Entwicklung neuer Medikamente.

Für den Prototyp des Messgeräts fungiert eine Metallscheibe, die an zwei feinen Drähten hängt, als Pendelgewicht. Die zu bestimmende Kraft verändert die Position des Pendels. Vor und hinter dem Pendel liegende Elektroden erfassen die dabei entstehenden Spannungen. Die Kraft und damit die Muskelleistung lässt sich letztendlich aus der Höhe der gemessenen Spannung errechnen.

Direkt neben dem eigentlichen Pendelsystem ist noch ein zweites, identisches System angebracht. Dieses soll eventuelle Störungen aufdecken, etwa seismische Schwingungen des Pendels, um diese korrigieren zu können.

Hilfreich könnte diese Entwicklung auch für den Bau und die Vermessung von Mikro- und Nano-elektromechanischen Systemen sein. Diese braucht man immer häufiger bei der Herstellung von Alltagsprodukten, wie etwa Handys oder MP3-Player.

Bildquelle: PTB (www.ptb.de)

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