Head

Diskussionen auf Augenhöhe

Mit der Veranstaltungsreihe Tatsachen? – Forschung unter der Lupe“ will das Braunschweiger Haus der Wissenschaft neue Dialog-Formen zwischen Forschern und Bevölkerung etablieren.Mit einer kurzfristig für die mikrofilm.tv-Redaktion einberufenen Pressekonferenz informierte das 2007 gegründete „Haus der Wissenschaft Braunschweig“ , kurz HdW, Anfang Januar über seine kommenden Aktivitäten, insbesondere über die jüngst gestartete Veranstaltungsreihe „Tatsachen? – Forschung unter der Lupe“. Generell habe das Haus der Wissenschaft die Aufgabe, nachhaltig für den Standort Braunschweig als „Stadt der Wissenschaft“ zu arbeiten, umschrieb Markus Weißkopf das Konzet der von ihm geführten Einrichtung. Hierfür setzen er, sein Team und die beteiligten Unterstützer und Förderer auf eine breite Palette wissenschaftlicher Themen und experimentieren auch mit den Präsentationsformen. Von diesen entwickelte sich der als „Science Slam“ (Mikrofilm berichtete) betitelte Wettbewerb wissenschaftlicher Kurzvorträge zu einem Erfolgsformat, welches in weiteren deutschen Städten durchgeführt wird.

Bei der Veranstaltungsreihe Tatsachen? – Forschung unter der Lupe, die voraussichtlich  bis zum Mai 2013 mit 10 Veranstaltungen pro Jahr läuft,  steht der unmittelbare Dialog zwischen Wissenschaft und Bevölkerung im Fokus.  So fand Ende des vergangenen Jahres eine so genannte „Fishbowl“-Diskussion zum Thema Tierversuche statt. Das Prinzip, Wissenschaftler und Publikum wie in einem „Goldfischglas“ kreisförmig zu platzieren, erwies sich als sehr ergiebig für eine „Diskussion auf Augenhöhe“, so Weißkopf. Dafür stehen im Lauf des Abends zwei freie Stühle in der Expertenrunde fragefreudigen Zuschauern zur Verfügung. Ein Grundsatz der Veranstaltungsreihe sei, trotz aller Lebhaftigkeit in der Form, in der Diskussion stets sachlich zu bleiben.

Mit der Veranstaltung „Schwarze Löcher, die dunklen Fallen der Raumzeit“ geht es am Donnerstag, den 21. Januar 2010, in die nächste Runde bei Tatsachen? – Forschung unter der Lupe. Der Astrophysiker Dr. Andreas Müller geht in einem Vortrag unter anderem auf die Entstehung Schwarzer Löcher sowie deren Eigenschaften ein. Dabei geht es auch darum, ob in Teilchenbeschleunigern, wie dem Large Hadron Collider (LHC) in Genf, die so genannten Schwarzen Löcher expermimentell entstehen können und welche Gefahren davon ausgehen könnten.

Über diese Veranstaltung hinaus kündigte Herr Weißkopf eine Fishbowl-Diskussion zum „Bologna-Prozess“ an. Neben dem TU-Präsidenten Jürgen Hesselbach sitzen am 25. Februar 2010  je ein Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Studentenschaft in der Diskussionsrunde. Ziel ist es, die Reformen von 1999 noch einmal kritisch zu hinterfragen und zu bewerten, was sich daraus entwickelt hat.

Weitere Informationen zum Haus der Wissenschaft und seinen Veranstaltungen  findet man auf der Website: www.hausderwissenschaft.org

Kommentar schreiben

mikrofilm.tv © 2007-2010 | keasone.de | neonaut.de | powered by WordPress