Fahrassistenzsysteme auf der Überholspur
Läuft die Technik im Auto dem Menschen und seinen Gewohnheiten davon?
Fahrassistenzsysteme im Auto gehören schon seit Jahren zum Alltag im Straßenverkehr. Egal ob Bremsassistenten, das Antiblockiersystem, Einparkhilfen oder Navigationssysteme – der Großteil der Fahrer möchte nicht mehr auf sie verzichten. Sie unterstützen den Menschen und machen das Fahren nicht nur bequemer, sondern auch sicherer.Doch die Entwicklung und der Fortschritt auf diesem Gebiet verlaufen rasant. Seit einigen Jahren arbeitet die Forschung schon an selbstfahrenden Systemen, bislang ist der Einsatz solcher Fahrzeuge allerdings auf Wettbewerbe und Testparcours beschränkt. Experten halten es dennoch für denkbar, dass selbstfahrende Autos schon in circa 15 bis 20 Jahren in Serienproduktion gehen könnten. Dies würde eine tiefgreifende Veränderung des Straßenverkehrs und der Kultur des Autofahrens mit sich bringen.
Begleitend wird deshalb auch auf psychologischer Seite geforscht, um die Akzeptanz des Fahrers gegenüber den automatisierten Systemen abzuschätzen. Vor allem für die Autoindustrie wird der Blick aus der Perspektive des Fahrers immer wichtiger, denn, wenn sich der Mensch von den Fahrassistenzsystemen gegängelt fühlt oder ihnen aus Angst oder Misstrauen kritisch gegenüber steht, werden neue Technologien auf dem Markt keine Chance haben. Auch an der TU Braunschweig wird auf diesem Gebiet geforscht, unter anderem von der Diplom-Psychologin Ute Niederée, die sich in Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit mit der Annahme-Bereitschaft der Menschen gegenüber Automation in Fahrzeugen eingehend beschäftigt.

