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Neue Antikörper gegen Krankenhauskeime

Eine halbe Million Menschen erkranken in Deutschland jährlich an einer Staphylokokken-Infektion. Besonders für immunschwache Menschen stellt der Erreger eine große Gefahr dar. Nun konnten Wissenschaftler des Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) einen Antikörper gegen Staphylococcus aureus entwickeln, den Auslöser der Infektion. Erste Tests an Mäusen waren erfolgreich.

Viele Bakterien entwickeln mit der Zeit eine Resistenz gegen Antibiotika, sie lassen sich vom Wirkstoff nicht mehr aus dem Körper tilgen. Ein großes Problem, vor allem für Krankenhäuser, wo sich einerseits viele Bakterien einnisten, und sich andererseits ohnehin geschwächte Patienten aufhalten und dementsprechend besonders leicht infizieren können. Als mögliche Alternative zu den Antibiotika sollen jetzt „Antiköper“ dienen. Diesen Ansatz haben Wissenschaftler des Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und der Universität Würzburg gemeinsam erforscht, worüber eine Pressemitteilung des HZI Ende November informierte.

Antikörper sind laut HZI so etwas wie „die Polizei unseres Immunsystems“. Sie spüren fremde Moleküle in unserem Körper auf und  Beitrag öffnen »


Neuartige Epilepsie-Therapie in Aussicht

Wie das Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen in einer Pressemitteilung berichtet, beschäftigt sich ein Forscherteam um den koreanischen Hirnforscher Jeong Seop Rhee mit einem Verfahren zur Messung von Nervenzellfunktionen, welches zukünftig einen wichtigen Beitrag zu neuartigen Behandlung von Epilepsie leisten könnte.

Epilepsie bezeichnet ein Krankheitsbild von spontanen Krampfanfällen, die als Folge falscher und fehlgeleiteter Informationen der Nervenzellen im Gehirn auftreten.

Nun entwickelte das vom koreanischen Hirnforscher JeongSeop Rhee geleitete Forscherteam des Göttinger Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin eine neue Methode zur Messung  Beitrag öffnen »


Fördergelder für Braunschweiger Spitzenforschung

Laut einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten vier Jahren insgesamt rund 54,2 Millionen Euro für Forschungsprojekte in Niedersachen zur Verfügung. Im Rahmen sogenannter „Sonderforschungsbereiche“ (SFBs) richtet sich die Förderung gezielt an Projekte niedersächsischer Hochschulen, die die DFG als Spitzenforschung anerkannt hat.

Auftrieb für künftige Verkehrsflugzeuge

An der Technischen Universität Braunschweig erfährt der Sonderforschungsbereich „Grundlagen des Hochauftriebs künftiger Verkehrsflugzeuge“ eine DFG-Unterstützung in Höhe von rund 7,6 Millionen Euro. Und im Rahmen der Entwicklung neuartiger Technologien für verbesserte Lärmminderung sind  Beitrag öffnen »


Neuer Laser zur Herstellung organischer Solarzellen

Sogenannte „organische“ Solarzellen bestehen aus dünnen Schichten von „Polymeren“, einer chemischen Verbindung. Innerhalb des Herstellungsprozesses der Solarzellen dienen Laser der „Strukturierung“ der Polymere. Momentan verwendete, auf ultraviolettem Licht basierende Laser seien jedoch nicht präzise genug steuerbar, was zu Verlusten von bis zu 20 Prozent der nutzbaren Polymer-Fläche führe. Diesbezüglich bessere Ergebnisse verspreche der Einsatz eines Infrarotlicht-Lasers, heißt es in einer Pressemitteilung des Laser Zentrum Hannover e. V. Sie informiert darüber, dass im September 2010 das internationale Verbundprojekt „Integrated Mid-infrared high Power source for Resonant ablation of Organic baded photovoltaic devices“, kurz „IMPROV“ startete, das die Entwicklung eines neuartigen Infrarotlasers zum Ziel hat. An IMPROV sind insgesamt sieben  Institutionen aus Industrie und Wirtschaft beteiligt, zu den teilnehmenden Partnern gehören unter anderen die uf Halbleiterbauelemente  und Solarmodule spezialisierten deutschen Firmen BATOP und Heliatek.

Die Koordination des von der Europäischen Union (EU) geförderten Projekts obliegt dem „Laser Zentrum Hannover e. V.“ , das selbst ebenfalls am Projekt beteiligt ist.  Beitrag öffnen »


Schneller zu lebenswichtigen Herz-Kreislauf-Daten

Ein neuartiges Elektrokardiogramm-System, das auch durch Kleidung hindurch funktioniert – für diese Entwicklung erhielt der Braunschweiger Ingenieur Martin Oehler auf der 11. Fresenius Erfindermesse eine mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Ein Elektrokardiogramm (EKG) zeichnet die elektrischen Aktivitäten der einzelnen Herzmuskelfasern auf und ermöglicht Rückschlüsse auf den Zustand und eventuelle Erkrankungen des Herzen. Bei herkömmlichen EKG-Messungen mit Gel- oder Trocken-Elektroden muss der Patient jedoch erst entkleidet werden, was beispielsweise bei Unfallsituationen wertvolle Zeit koste. Dies erklärte Dr.-Ing. Martin Oehler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Elektrische Messtechnik und Grundlagen der Elektrotechnik der Technischen Universität Braunschweig. Das von ihm entwickelte, mobil einsetzbare und so genannte ‚kapazitive’ EKG-System basiert auf 29 Elektroden, die sich direkt auf die Kleidung des Patienten anbringen lassen. Auf diese Art ist es in der Lage, schon in wenigen Sekunden ein hochauflösendes EKG-Signal zu liefern – gegenüber bisherigen Methoden ein Zeitgewinn, der beispielsweise bei der Erkennung eines Herzinfarktes entscheidend sein kann.

Für diese Entwicklung erhielt Oehler kürzlich den Fresenius Erfinderpreis 2010. Darüber informiert eine Pressemitteilung des hessischen Gesundheitskonzerns Fresenius. Eine aus zahlreichen Fachleuten besetzte Jury Beitrag öffnen »


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